Magali Cosquer

Zu Gast bei Bayer-Mitarbeitern

Einmal fernab von zuhause in einem fremden Land leben, Sprache und Kultur kennen lernen und dennoch in einem familiären Umfeld wohnen – das wünschen sich viele Jugendliche. Das Programm Bayer Youth Exchange macht es für Kinder von Bayer-Mitarbeitern möglich. Magali Cosquer nahm während der Sommerferien Katalina aus Bogota bei sich auf und berichtet über ihre Erfahrung.

Michael Devoy

Magali Cosquer

IT Business Partner bei Bayer Consumer Health, Basel

Vor ein paar Jahren hat Bayer einen firmeninternen Jugendaustausch eingerichtet: den Bayer Youth Exchange (B.Y.E.). Über die internationale Plattform können Bayer-Mitarbeiter nach Gastfamilien für ihre Kinder im Ausland suchen oder sich selbst als Gastgeber registrieren lassen. Als ich im Intranet über dieses Programm las, meldete ich mich sofort an. Als Studentin hatte ich am Erasmus-Programm teilgenommen, in England studiert und dann acht Jahre lang in verschiedenen Regionen des Landes gearbeitet. Für mich war das eine fantastische Sache. Ich hatte die einmalige Gelegenheit, an einer Uni im Ausland zu studieren, neue Menschen kennenzulernen, in verschiedenen Branchen zu arbeiten und eine ganz andere Lebensart zu genießen. Ich hatte die Gelegenheit, meinen kulturellen Horizont zu erweitern.

Als mich Katalinas Eltern anschrieben, habe ich auf der Stelle zugesagt.

Als mich die Eltern von Katalina im letzten April fragten, ob ich ihre 15-jährige Tochter für drei Wochen im Juli aufnehmen könnte, habe ich selbstverständlich auf der Stelle zugesagt. Ich war sehr beeindruckt von Katalinas Mut, ganz allein und zum ersten Mal überhaupt nach Europa zu reisen.

Vor ihrer langen Reise tauschten wir auf WhatsApp Bilder und Nachrichten aus. Meine beiden Kinder Lovena (19) und Donovan (16) schrieben ihr auch die ersten Mails. An ihrem 15. Geburtstag im Mai schickten wir ihr sogar ein kurzes Video. Dabei fanden wir heraus, dass Katalina und Donovan dieselbe Begeisterung für Basketball haben und aktiv in ihrem jeweiligen Verein spielen. Weil Katalina fließend Englisch spricht und in der Schule auch noch Französisch lernt, gab es überhaupt keine Sprachbarriere.

Anfang Juli holten wir sie dann vom Flughafen ab und hatten in den darauffolgenden Wochen viel Spaß zusammen. Tagsüber führte Donovan sie durch unsere Nachbarschaft. Es machte ihr aber auch viel Vergnügen, die Gegend auf eigene Faust mit dem Bus zu erkunden. In Bogota ist es für Mädchen gefährlich, allein in der Stadt herumzuspazieren oder öffentliche Verkehrsmittel zu nehmen. Besonders gut gefallen hat ihr unser Besuch im Europa-Park in Rust.

Katalina aus Kolumbien (l.) war in den Sommerferien zu Gast bei Lovena und Donovan.


Beim täglichen Abendessen sprachen wir viel über ihre Schule, ihre Freundinnen und Freunde und über ihr Leben zu Hause. Wir erfuhren, dass wir den gleichen Musikgeschmack haben und konnten so unsere Playlists untereinander austauschen. Wir fanden auch heraus, dass wir ähnliche Filme mögen. Selbstverständlich lernten wir auch Neues voneinander. Katalina empfahl die Netflix-Serie „Caso Colmenares“, bei der es um den ungeklärten Mord eines 20-Jährigen geht. Die Serie basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich vor ein paar Jahren in Bogota zutrug. Ich empfehle diese Serie auf alle Fälle, weil sie gute Einblicke in das Leben in Kolumbien ermöglicht.

Katalinas Aufenthalt bei uns war eine großartige Erfahrung für die ganze Familie, und bei ihrem Abschied floss so manche Träne. Ohne ihr Lächeln und ihr fröhliches Lachen fühlte sich das Haus auf einmal leer an. Lovena und Donovan verstehen sich bestens mit Katalina und wir alle halten über WhatsApp nach wie vor Kontakt miteinander. Wir haben eine Freundschaft fürs Leben geschlossen und möchten uns schon bald in Kolumbien wiedersehen. Katalina hat ein großes Interesse an Geschichte und möchte uns vor Ort so viel wie möglich zeigen.

Ich würde das alles noch einmal so machen und bin dankbar, dass wir dank dieser fantastischen Plattform von Bayer Katalina kennenlernen durften.

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