Zecken beim Hund richtig entfernen

Sommerzeit ist Zeckenzeit: Sobald es draußen wieder wärmer wird und die Spaziergänge mit dem Hund gerne wieder länger ausfallen, sind auch die Zecken unterwegs und auf der Suche nach einem neuen Wirt. Erfahren Sie hier, wie man die kleinen Parasiten richtig entfernt.

Zecken gehören zu den Spinnentieren und können vor Beginn ihrer Blutmahlzeit so klein sein, dass sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Noch schwieriger wird es, wenn Ihr Tier zusätzlich dichtes oder dunkles Fell hat. Aus diesem Grund werden Zecken bei Hunden häufig erst bemerkt, wenn sie bereits zugestochen und Blut gesaugt haben.

Während dieses Vorgangs können sie Krankheitserreger auf den Hund übertragen – und der diese dann auch auf seinen Besitzer. Es gilt daher, keine Zeit zu verlieren. Denn je länger die Zecke saugt, desto größer wird das Übertragungsrisiko.

So entfernen Sie die Zecke in zwei Schritten:

1. Fassen Sie den Kopf der angesogenen Zecke mit einer spitzen Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange bzw. -karte (gibt es in der Apotheke oder im Fachhandel) dicht über der Haut und ziehen Sie ihn mit einer vorsichtigen, aber durchgehenden Zugbewegung langsam und vorsichtig nach oben heraus. Achtung: Dabei sollte der Zeckenkörper nicht unnötig gequetscht werden, um zu verhindern, dass durch den Druck mit Erregern wie Borrelien infizierter Zeckeninhalt in die Stichstelle gelangt.

2. Bleibt der Zeckenkopf nach der Entfernung in der Haut des Tieres zurück, sollte der Bereich unbedingt desinfiziert werden, um das Risiko einer bakteriellen Folgeinfektion zu minimieren. Ein Tierarzt sollte den Zeckenkopf anschließend nach Möglichkeit vollständig aus der Wunde entfernen, damit es zu keinen Entzündungen kommt.

Um Zeckenbisse zu verhindern, sollten alle Hunde gründlich und regelmäßig auf einen Zeckenbefall hin untersucht werden. Damit verringern Sie auch die Gefahr, dass die Zecken vom Hund auf Sie und Ihre Familie übergehen können und es durch einen Zeckenstich gar zur Übertragung von Krankheiten wie FSME oder Borreliose kommt. Vorhandene, möglicherweise schon angesogene Zecken müsse so schnell wie möglich entfernt werden.

Wenn Sie vermeiden möchten, dass sich Zecken überhaupt auf Ihrem Hund niederlassen, ist es ratsam, ihn mit einem abwehrenden (repellierenden) und abtötenden Mittel gegen Zecken zu behandeln. Dazu stehen beispielsweise so genannte Spot-on-Lösungen oder das Zeckenhalsband Seresto® zur Verfügung. Mit ihnen ist Ihr Hund beim Ausflug ins Grüne vor den Gefahren der lästigen Blutsauger bestmöglich geschützt.

Hinweis: Verwenden Sie bitte keine Hausmittel wie ätherische Öle oder Knoblauch als Zeckenschutz für Hunde. Solche Maßnahmen sind auf Wirkung und Verträglichkeit häufig nicht ausreichend geprüft und können der Gesundheit Ihres Hundes schlimmstenfalls sogar schaden. Vertrauen Sie lieber auf zugelassene Arzneimittel aus Apotheken oder Tierarztpraxen.