• Wo Menschen gerne arbeiten

    Neben einer verantwortungsvollen Aufgabe ist für viele Berufseinsteiger auch eine gute Work-Life-Balance wichtig. Deshalb können die Mitarbeiter bei Bayer zwischen zahlreichen Arbeitszeitmodellen wählen.

Wer heute in ein Unternehmen einsteigt, will mehr als einen interessanten, gut bezahlten Job. Neben der Aussicht auf eine verantwortungsvolle Aufgabe ist für viele Berufseinsteiger auch eine gute Work-Life-Balance wichtig.

Dementsprechend sind Unternehmen, die hier punkten können, besonders gefragt. Deshalb haben die Mitarbeiter bei Bayer bereits seit Jahren die Möglichkeit, zwischen zahlreichen Arbeitszeitmodellen zu wählen. Einer, der das nutzt, ist Jürgen Schreer.

600

Mitarbeiter wurden 2012 in ausländische Standorte entsendet.

Jürgen Schreer ist ein glücklicher Mensch. „Ich habe alles, was ich mir immer gewünscht habe: einen interessanten Beruf und Zeit für meine Familie“, sagt der IT-Fachmann von Bayer Business Services und strahlt dabei über das ganze Gesicht. Sehr viel zu diesem Glück trägt eine Vereinbarung mit seinem Unternehmen bei: Schreer arbeitet nur vier Tage in der Woche. Meist hat er montags frei, aber er kann auch an jedem anderen Wochentag zu Hause bleiben.

„Für meinen Chef ist allein wichtig, dass die Arbeit getan wird“, erklärt der 50-Jährige, der für Bayer technische Konzepte entwickelt und umsetzt. Konkret: Schreer liefert seinen Kunden aus dem Bereich Human Resources Software, mit der die Beschäftigten beispielsweise am jährlichen Aktienprogramm teilnehmen können.

Jürgen Schreer über sein Arbeits- und Familienleben

Cornelia Schreer arbeitet halbtags im Büro eines kleinen Handwerksbetriebs. Seine Frau freut sich, dass ihr Mann an seinem freien Tag nun Dinge erledigen kann, für die sie vorher – neben Beruf, Hausarbeit und Kinderbetreuung – auch noch zuständig war. Behördengänge zum Beispiel. Oder Werkstatt-Besuche. Die übernimmt nun ihr Mann. Außerdem sorgt er sich an seinem freien Tag um seine 83-jährige Mutter, die in einer Seniorenresidenz in Gummersbach lebt. Auch Gartenarbeit und Sport stehen dann auf dem Programm.

Jürgen Schreer

Eine interessante Arbeit ist wichtig, aber ein glückliches Leben ebenso.

Jürgen Schreer, Bayer Human Resources

Mit seiner Einstellung ist Jürgen Schreer in guter Gesellschaft. In seinem beruflichen Umfeld findet er die unterschiedlichsten Arbeitszeitmodelle. Einige seiner Kollegen arbeiten drei Tage pro Woche, andere halbtags. Wieder andere sind mehr im Home Office anzutreffen als an ihrem Schreibtisch im Büro. Ein Angebot, das früher meist von Frauen genutzt wurde. Heute nehmen auch immer mehr Männer diese Möglichkeit wahr. Und zwar im ganzen Konzern.

Bayer-Kindertagesstätte

In der Bayer-Kindertagesstätte „Die Sprösslinge“ in Monheim werden rund 60 Mitarbeiterkinder im Alter von sechs Monaten bis zum Schuleintritt betreut.

Wie sich Familie und Beruf besser vereinbaren lassen

„Job über alles“ gilt heute häufig nicht mehr. Bei einer Umfrage des Deutschen Führungskräfteverbands erklärten über 60 Prozent der Teilnehmer, dass sie Familie und Privatleben nicht allein dem Beruf unterordnen wollen. Ein Trend, der sich auch in anderen Industrienationen beobachten lässt.

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Diesem Wunsch kommt Bayer mit unterschiedlichen Angeboten entgegen: flexible Arbeitszeiten, Teilzeitbeschäftigung, Home Office, Telearbeit und Betreuungsangebote für Kinder. Beispiel Teilzeitarbeit: 2011 nutzten rund 8.300 Mitarbeiter konzernweit diese Möglichkeit, was einer Quote von 7,2 Prozent entspricht. In Deutschland beispielsweise gehören Angebote zur Kinderbetreuung wie Kindertagesstätten traditionell zu den Leistungen des Unternehmens.

Die Anstrengungen des Konzerns werden auch in den USA sehr geschätzt. So wurde Bayer in diesem Jahr zum neunten Mal in die Liste der 100 besten Unternehmen für erwerbstätige Mütter aufgenommen. Diese Auszeichnung wird jährlich von der Zeitschrift „Working Mother“ vergeben. Bewertet werden acht Kriterien. Darunter Entwicklungsmöglichkeiten für weibliche Mitarbeiter, Kinderbetreuung, Unternehmenskultur, flexible Arbeitszeitmodelle, bezahlte Freistellungen für Eltern sowie andere Programme zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Damit entspricht Bayer schon heute der Forderung vieler junger Hochschulabsolventen. Sie stellen den klassischen Aufstieg nicht mehr über alles. Für sie ist die Work-Life-Balance mindestens genauso wichtig. Jürgen Schreer kann sie in diesem Anspruch nur bestätigen: „Eine interessante Arbeit ist wichtig, aber ein glückliches Leben ebenso.“ Denn: Ein zufriedener Mitarbeiter, der seine Zeit selbst gestalten kann und das Vertrauen seiner Vorgesetzten genießt, sei auch motiviert, sein Bestes zu geben.

2012

zählt Bayer laut dem Fachmagazin „The Scientist“ zu den 100 attraktivsten Arbeitgebern weltweit.

Astrid Hübner und Michael Czarnetzki im Forschungszentrum Wuppertal

Jeder Mitarbeiter hat persönliche Stärken, die es Wert sind, systematisch zu fördern – wie Astrid Hübner und Michael Czarnetzki im Forschungszentrum Wuppertal.

Talent Management: Jeder sollte das Beste aus sich machen können

Karriereperspektiven sind wichtig im Berufsleben. Deshalb gehört das Talent Management – die Entwicklung qualifizierter Mitarbeiter – heute zu den vordringlichen strategischen Themen im Konzern.

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Aus gutem Grund: „Nur wenn es uns gelingt zu erreichen, dass jeder Beschäftigte das Beste aus sich machen kann, bleiben wir als Unternehmen im globalen Wettbewerb attraktiv und leistungsfähig“, sagt Gabriele Oehlschläger, Leiterin Talent Management.

Eines der wesentlichen Grundprinzipien des Bayer Talent Managements ist es, „persönliche Stärken und Fähigkeiten zu erkennen und zu fördern“. Oehlschläger: „Im Blickpunkt stehen dabei nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit besonders hohem Potenzial als Kandidaten für herausgehobene Führungspositionen. Wir möchten uns stärker als bisher der Entwicklung aller Beschäftigten widmen.“ Bei dieser Personalentwicklung gehe es nicht immer nur um die nächste Stufe nach oben, sondern auch um die weitere Entfaltung in der aktuellen Position, um sich ständig wechselnden Anforderungen optimal anpassen zu können.

Wei Wang blickt aus dem Fenster seines Büros. In der Ferne kann er zwei Kräne sehen. Darunter lange Metallrohre und ein mehrstöckiges Treppenhaus aus weißem Beton.

Es sind die ersten sichtbaren Elemente des Bauprojekts, an dem Wang mitarbeitet: das sogenannte „TDI Project“. Bis 2014 soll dabei in Dormagen eine neue Anlage für die Produktion von TDI entstehen – einem wichtigen Rohstoff für Polyurethan-Weichschäume. Dass unter seiner Mitarbeit große Produktionsanlagen gebaut werden, ist für Wang normal. Nur dass dies in Deutschland passiert, ist für den Chemieingenieur neu. Bis 2011 leitete er am Standort Shanghai das Team für die Ausführungsplanung.

Wei Wang von Bayer Technology Services im Auslandseinsatz in Deutschland

Anfang 2012 kam er nach Deutschland. Sein Chef hatte den Vorschlag gemacht. Zwei Jahre Ausland – eine gute Perspektive. Jetzt wohnt der Ingenieur in Köln. An seinem Dormagener Arbeitsplatz fertigt er regelmäßig Berichte über den Projektstatus an – und diskutiert mit den Kollegen, wie sich etwaige Verzögerungen vermeiden lassen. Dabei konnte er schon wichtige Erfahrungen aus seiner Arbeit in China einfließen lassen.

Wang ist einer von rund 600 Bayer-Mitarbeitern, die 2012 in ausländische Standorte entsendet wurden. Erfahrungen in fremden Ländern und Kulturen zu sammeln, ist für Dr. Horst-Uwe Groh heute dringlicher denn je. „Mitarbeiter, die für uns in der Welt unterwegs waren, sind wertvoll für den Konzern“, betont der Personalchef von Bayer.

Auch Wang findet es sehr wichtig, dass ein Unternehmen seinen Mitarbeitern Auslandserfahrung ermöglicht. „Heute ist alles global, da müssen wir auch unsere Arbeit globalisieren und dabei standardisieren“, meint der Chinese. Und das gehe umso besser, je intensiver man sich austausche. Für ihn selbst sei es hilfreich, die Deutschen in ihrem Denken und Tun besser verstehen zu lernen. „Schließlich habe ich bei meiner Arbeit in Shanghai häufig mit deutschen Kollegen zu tun.“

Personalchef Dr. Horst-Uwe Groh im Interview

Der Bayer-Personalchef Dr. Horst-Uwe Groh will die Vielfalt und Internationalität der Mitarbeiter insbesondere in Führungspositionen verbessern.

Interview mit Dr. Horst-Uwe Groh

Warum sind Ihnen Vielfalt und Internationalität so wichtig?
Derzeit erwirtschaften wir über 85 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands. Deshalb sollten vor allem unsere Führungskräfte wissen, wie die Menschen in unseren Märkten leben und welche Bedürfnisse sie haben. Um dies zu gewährleisten, ist es notwendig, deutlich mehr Mitarbeiter aus Wachstumsmärkten einzustellen und sie in Führungspositionen zu entwickeln. So wird sichergestellt, dass sich geschäftliche Entscheidungen an den Gegebenheiten des jeweiligen Landes orientieren.

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Welche Vorteile hat das Unternehmen, wenn es Mitarbeiter an andere Standorte in der Welt entsendet?
Es ist Teil unserer Personalstrategie, Mitarbeitern internationale Erfahrung zu ermöglichen. Beim Einsatz an Standorten im Ausland bringen sie erstens ihr Wissen und ihre Kenntnisse ein. Und zweitens sammeln sie dort Erfahrungen, die sie für ihre späteren Aufgaben nutzen können. Unser Ziel ist es, die Vielfalt unter den Beschäftigten zu fördern und alle Mitarbeiter optimal in unsere Tätigkeiten einzubeziehen. Denn Qualität und Leistungsfähigkeit unserer Beschäftigten weltweit sind für die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns von großer Bedeutung. Denken wir nur an den Technologietransfer. So profitieren viele Standorte rund um den Globus davon, wenn zum Beispiel Ingenieure von Bayer Technology Services im Rahmen von Projekten im Ausland eingesetzt werden und vor Ort ihr Know-how einbringen und erweitern.

Und wohin gehen die Mitarbeiter von morgen?
Asien und dabei insbesondere China und Indien, Lateinamerika mit Brasilien, aber auch die USA, Deutschland und Russland spielen in Zukunft eine wichtige Rolle. Doch anders als in der Vergangenheit wechseln dort nicht nur Kollegen aus aller Welt hin, um Erfahrungen an anderen Standorten zu sammeln. Die genannten Länder werden auch ihre eigenen Mitarbeiter an andere Positionen entsenden, um sich zum Beispiel auf Führungsaufgaben im eigenen Land vorzubereiten.

Sie wollen die nationale Vielfalt vor allem in Führungspositionen erhöhen. Das ist eine große Herausforderung für die Personalentwicklung im Konzern.
Absolut. Deshalb müssen wir in einigen Bereichen auch unser bisheriges Vorgehen überprüfen und verändern. Talentierte Mitarbeiter gibt’s genug im Unternehmen, aber wir sollten mutiger sein und ihnen früher als bislang üblich Verantwortung übertragen. Und wir sollten auch häufiger weniger erfahrenen Kandidaten eine Chance bei der Besetzung von Führungspositionen geben.

Was erhoffen Sie sich durch diese Veränderungen?
Wenn wir junge Talente früh an anspruchsvolle Aufgaben heranführen, lernen sie am schnellsten. Praktische Erfahrungen haben noch immer den größten Effekt für die persönliche Entwicklung.

Zum Schluss eine Frage, die potenzielle Mitarbeiter vermutlich am meisten interessiert. Warum sollten sie überhaupt in das Unternehmen einsteigen?
Bayer ist ein internationaler Konzern mit zahlreichen Herausforderungen und Perspektiven. Mit den Gebieten Gesundheit, Agrarwirtschaft und hochwertige Materialien ist das Unternehmen in drei wichtigen Industriebranchen sehr gut aufgestellt. Entsprechend vielfältig sind die Entwicklungsmöglichkeiten für Naturwissenschaftler, Ingenieure, Mediziner, IT-Experten, Betriebswirte – um nur einige Berufsbilder zu nennen. Ich bin überzeugt: Bayer wird auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber sein, der Leistungsbereitschaft ebenso fördert wie Werteorientierung und Motivation.

Aber in Deutschland zu leben, ist dann doch etwas anderes. Für Wang eine aufregende Erfahrung, denn die Unterschiede zwischen seiner Heimat und Deutschland sind offensichtlich. „In China arbeiten wir bei der Planung in viel größeren Teams zusammen“, so Wang. „Hier in Deutschland gibt es viel mehr einzelne Teams, die ihre Teilprojekte alleine abwickeln.“

Und wenn ihn doch die Sehnsucht nach seiner Heimat packt, geht er zum China-Stammtisch. Dort trifft er Landsleute und tauscht Erfahrungen mit ihnen aus. Viele davon sind sogar Kollegen. Allein in den Chemparks Leverkusen und Dormagen arbeiten 50 seiner Landsleute.