Tiere aus dem Urlaub

So große Augen. Und der treue Blick erst. Viele Touristen verlieben sich während des Urlaubs in streunende Vierbeiner. Am liebsten würden sie die herrenlosen Tiere direkt mit nach Hause nehmen. Sylvia Mattias hat schon oft Hunde aus unterschiedlichen Ländern adoptiert. Aber sie weiß auch, dass dort gefährliche Infektionskrankheiten lauern.

Die Berlinerin Sylvia Mattias hat es schon mehrfach erwischt. Während ihres Urlaubs in Sri Lanka verliebte sie sich in einen Welpen. Die gerade 12 Wochen alte Hündin bewohnte ein Gebüsch neben dem Bungalow der Urlauberin. Mattias taufte sie Lanka und nahm sie mit nach Berlin. Ein Jahr später, ebenfalls in Sri Lanka, lag plötzlich Rover im Garten auf der Luftmatratze und schaute Mattias an – als wenn er nur auf sie gewartet hätte. Da war es erneut um die Berlinerin geschehen und sie nahm auch Rover mit nach Hause, um ihm dort ein besseres Leben als auf der Straße zu schenken.

Lanka und Rover sind mittlerweile beide gestorben. Aber Sylvia Mattias erinnert sich gerne an die schönen Momente mit den beiden. Manchmal packt sie auch die alten Urlaubsbilder aus, auf denen Lanka noch tapsig und winzig aussieht und Rover sich so nah es geht an sie rankuschelt. „Das waren besondere Hunde“, sagt sie. Allerdings hatte sie mit Rover später auch viel Kummer.

Während Lanka 14 wurde, lebte Rover nur acht Jahre. Er starb an der Infektionskrankheit Leishmaniose. Übertragen wird der Erreger gewöhnlich durch Stiche von Sandfliegen. Risikogebiete sind tropische Länder und das Mittelmeer. Parasitologen gehen mittlerweile davon aus, dass sich die Krankheit durch den Klimawandel und immer mehr Reisen von Haustieren stärker verbreitet. Die Gefahr von Vektor-übertragenen Erkrankungen (Companion Vector-borne Diseases, CVBDs) spielt weltweit eine immer größer werdende Rolle. Die Erreger dieser bedeutsamen Erkrankungen werden meist mit dem Stich von Parasiten übertragen. Neben Sandmücken spielen auch Zecken, Flöhe und Stechmücken als Überträger wichtige Rollen. Beispiele für weitere Vektor-übertragenen Erkrankungen sind etwa die Ehrlichiose, die Anaplasmose, die Borreliose und die Babesiose des Hundes.

Mattias hat lange nicht erkannt, dass Rover mit Leishmaniose infiziert ist. Es gibt bei Hunden ein breites Spektrum möglicher klinischer Anzeichen, die auf eine Leishmaniose hindeuten können – etwa Lymphknotenschwellungen, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, Fieber, Hautveränderungen, Entzündungen am Auge, Symptome des Nervensystems oder auch Durchblutungsstörungen. Sie kann milde bis lebensbedrohlich verlaufen. Manche Tiere, wie Rover, zeigen auch erst mal keine Symptome.

Bei ihm ging die Krankheit auf die Nieren. „Das war ein schleichender Prozess“, sagt Mattias. „Zuerst haben wir es nicht gemerkt, irgendwann aber bekam er dann Krampfanfälle. In der Tierklinik wurde Leishmaniose diagnostiziert. Rover wurde immer dünner, weil er nicht fraß. Er quälte sich.“

Leishmaniose ist nicht heilbar. Medikamente können Symptome nur teilweise lindern. Aber zum Schluss konnten Rover auch die unzähligen Medikamente nicht mehr helfen. „Das war furchtbar“, sagt Mattias. Da fasste sie schweren Herzens den Entschluss, Rover gehen zu lassen. Die Ärztin erlöste ihn von seinen Leiden.

Was Mattias mit Rover erlebt hat, würde sie nie davon abhalten, auch anderen Hunden aus dem Ausland ein Zuhause zu schenken. Auf Rover und Lanka folgten weitere Vierbeiner. Mattias weiß aber: „Heute würde ich Hunde immer in Deutschland und unabhängig davon, was die Ärzte im Herkunftsland zur Gesundheit des Tieres sagen, sofort auf Krankheiten wie Leishmaniose testen lassen, um dann gegebenenfalls möglichst früh medikamentös gegensteuern zu können.“

Nach den durchlebten Erfahrungen mit Vektor-übertragenen Erkrankungen steht heute die Vorbeugung gegen Parasiten stärker denn je im Fokus. Zecken und Flöhe können auch hierzulande Erreger gefährlicher Erkrankungen in sich tragen und beim Stich auf Hunde in Deutschland übertragen.

Corinna Groß

Man kann Tiere heute sehr gut und einfach gegen Leishmaniose schützen.

„Auf die Reise mit dem Vierbeiner verzichten, muss man aber nicht“, sagt Bayer Animal-Health-Experte Dr. Markus Edingloh. „Man kann Tiere heute sehr gut und einfach gegen Leishmaniose schützen, etwa mit Seresto™, einem Halsband, das die Wirkstoffe Imidacloprid und Flumethrin nach und nach abgibt.“

Von hier aus verteilen sie sich innerhalb von 48 Stunden über die gesamte Hautoberfläche des Tieres und bieten einen durchgehenden Schutz bis zu 8 Monaten gegen Zecken, Flöhe und Haarlinge, außerdem verringert Seresto das Infektionsrisiko durch den von Sandmücken übertragenen Erreger Leishmania infantum über einen Zeitraum bis zu 8 Monaten.

Das Seresto™-Halsband kennen viele Hundehalter als Schutz vor Zecken, Haarlingen und Flöhen. In vielen europäischen Ländern ist es aber auch zugelassen, um das Risiko von Infektionen mit Leishmania infantum durch Sandmücken bei Hunden zu senken. Denn klinische Feldstudien in endemischen Gebieten haben gezeigt, dass das Risiko, von Sandmücken mit Leishmaniose infiziert zu werden, bei Hunden, die das Halsband tragen, viel geringer ist als bei unbehandelten Hunden: Die Wirksamkeit der Verringerung des Risikos einer Infektion mit Leishmaniose lag dabei zwischen 88,3 und 100 Prozent.

Das Seresto™-Halsband schützt unter anderem vor Zecken.

So schützt das Seresto™-Halsband

In der besonderen Struktur des modernen Halsbandes, der so genannten Polymermatrix, sind die Wirkstoffe Imidacloprid (gegen Flöhe und Haarlinge) und Flumethrin (gegen Zecken) eingelagert.

Sobald Seresto™ angelegt wird, werden die Wirkstoffe in geringen und gut verträglichen Mengen an den natürlichen Fettfilm von Haut und Haaren des Hundes abgegeben.

Die Anwendung des Halsbandes ist sicher. Der größte Anteil der Wirkstoffe ist beim Berühren der Bandoberfläche nicht zugänglich. Es wird nur so viel von den Wirkstoffen an den Hund abgegeben, wie zum wirksamen Schutz vor Zecken und Flöhen benötigt wird.

Und Hundeliebhaberin Sylvia Mattias? Das letzte Mal, dass sie sich in einen Hund verliebt hat, ist gerade erst acht Monate her. Kandy, ebenfalls aus Sri Lanka, hat in Berlin ein neues, liebevolles Zuhause gefunden.