So baut man ein Insektenhotel

In der modernen Landschaft finden Wildbienen und andere Insekten oftmals kaum noch geeignete Lebensräume und Nistplätze. Um sie zu unterstützen, ist ein Insektenhotel eine gute Lösung – und schnell selbst gebaut.

Während Honigbienen von Imkern in Bienenstöcken gehalten werden, benötigen Wildbienenarten sowie andere Bestäuber und Insekten unterschiedlichste Arten von Brut- und Nistplätzen: Viele Arten graben ihre Nester in den Boden oder legen sie in Löchern in Totholz an. Andere nisten zum Beispiel in verlassenen Schneckenhäusern. Und wiederum andere suchen sich hohle Pflanzenstängel.

Insektenhotels können Bestäubern eine Behausung geben – im heimischen Garten, auf dem Balkon, in Schulgärten oder Parks, in Wäldern oder sonstigen Grünanlagen. Sie lassen sich leicht bauen und bieten zum Beispiel Mauerbienen einen Ort zum Nisten und Brüten. Daneben können Insektenhotels aber auch andere Insekten beherbergen, zum Beispiel Wespen oder Florfliegen. Auch diese sind willkommene Gäste, da sie ebenfalls ein Bestandteil des Ökosystems sind.

Grundsätzlich gilt: Es gibt keinen falschen Zeitpunkt, ein Insektenhotel aufzustellen, denn je nach Jahreszeit profitieren unterschiedliche Insekten davon.

Was müssen Sie beachten?

Um Ihr Insektenhotel für Bienen möglichst attraktiv zu gestalten, sollten Sie es an einem trockenen Ort aufstellen und nach Süden ausrichten. Denn Licht und Temperatur sind wichtig für die Entwicklung der nächsten Generation von Wildbienen. Eine Ausrichtung nach Norden erhöht hingegen die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten, so dass mehr Larven vor dem Schlüpfen sterben können.

Die folgende Anleitung für den Bau eines Insektenhotels bietet zwei Varianten, eine einfache und eine etwas anspruchsvollere Version. Egal ob handwerklicher Laie, Hobbybastler oder experimentierfreudige Insektenhotel-Architekten – für jeden ist etwas dabei.