• Reizmagen – kein Thema mehr

    Den ganzen Tag am Herd mit Reizmagen: Tomás Vieira zeigt, wie das mit pflanzlichen Hilfsmitteln möglich ist.

Tomás Vieira leidet an Reizmagen. Die Beschwerden waren so schlimm, dass sie den Portugiesen nachts wach hielten. Bis er die Heilkraft der Natur entdeckte. Seit der Koch ein pflanzliches Arzneimittel nimmt, kann er sich wieder auf Weihnachten freuen.

Ein Wasser bitte.” Tomás Vieira verkneift sich den Latte Macchiato. „Ich liebe Kaffee, aber wenn ich zu viel davon trinke, kriege ich prompt Probleme mit dem Magen”, erzählt er. „Es grummelt, zwickt und drückt – wirklich unangenehm.” Da bestellt er im Café des Düsseldorfer Intercontinental doch lieber ein Glas Wasser.

Der Koch des Luxushotels leidet an Reizmagen, einer chronischen Erkrankung mit Symptomen, die etwa ein Drittel aller Menschen weltweit betreffen: Sobald er zu viel, zu fettreich oder zu spät abends isst, plagen ihn Magenschmerzen, Völlegefühl und Sodbrennen. Nikotin und Koffein verschlimmern die Symptome noch. „Manchmal fühlt sich mein Magen an wie ein Klumpen Eisen, vor allem nach deftigem Essen”, erzählt der 38-Jährige. „Oder mein Magen rumort nachts so stark, dass ich nicht wieder einschlafen kann.”

100 Millionen

Nervenzellen durchziehen nahezu den gesamten Magen-Darm-Trakt.

Funktionelle Dyspepsie lautet seine Diagnose im Fachjargon: Die Patienten leiden immer wieder oder gar permanent an Schmerzen und Unwohlsein im oberen Bauchbereich. Die Ursachen sind vielfältig und bisher nicht eindeutig geklärt. Ein überempfindliches Nervensystem in der Magen-Darm-Gegend kann eine Rolle spielen, ebenso ein zu träger Magen-Darm-Trakt. Die Beschwerden können auch durch erhöhte Spannung oder Verkrampfung der Magenmuskulatur verursacht werden. Daneben tragen oft Stress, psychischer Druck und zu schnelles und ungesundes Essen zu einem Reizmagen bei. Bei diesem Krankheitsbild können sehr unterschiedliche Symptome auftreten, die von Magenschmerzen, Völlegefühl und Sodbrennen bis hin zu Erbrechen und Blähungen reichen.

So funktioniert ein gesunder Magen!

Vieira glaubt heute, dass vermutlich Stress der Auslöser für seine Erkrankung war. Denn als die Probleme bei ihm vor rund sechs Jahren zum ersten Mal auftraten, erschütterte die Finanzkrise ganz Südeuropa – und der Portugiese hatte große Existenzsorgen. Damals arbeitete er noch als Handelsvertreter in seiner Heimatstadt Lissabon. „Die Arbeitslosigkeit schoss in die Höhe, kein Job war mehr sicher und niemand wusste, wie es weitergehen würde.” Der psychische Druck wuchs und Zukunftsangst wurde sein ständiger Begleiter.

Es waren die Jahre, in denen Weihnachten seinen Zauber verlor. An den sonst so heiteren Festtagen mit der Großfamilie brachte er kaum einen Bissen hinunter. „In meiner Familie feiern wir Weihnachten traditionell mit sehr fettigem, schweren Festessen und mehreren Gängen”, erzählt er. „Das konnte ich einfach nicht genießen, mein Magen rumorte permanent.”

Schließlich verschlug ihn die Liebe nach Deutschland. Das war vor vier Jahren. Vieira baute sich eine neue Existenz auf, arbeitete hart, erst als Hilfskoch in einem portugiesischen Restaurant, später als Küchenchef in einem Düsseldorfer Szenelokal. „Erst habe ich nur gekocht, weil mir dieser Beruf eine Perspektive bot”, erzählt er. „Doch mit der Zeit wurde das Kochen zu meiner Leidenschaft.” Und während er immer tiefer in die Welt der Gewürze, Gemüse und Geschmäcker eintauchte, immer exquisitere Gerichte zubereitete und immer fachmännischer schnibbelte und brutzelte, reagierte sein Magen weiterhin überempfindlich auf scharfes, fettreiches und deftiges Essen aller Art. Vieira wusste nicht weiter. „Ich habe viele Ärzte aufgesucht – und eine regelrechte Odyssee hinter mir”, erzählt er. „Die meisten verschrieben mir Tabletten, die nicht wirkten.” Bis er Iberogast™ ausprobierte.

Iberogast ist ein pflanzliches, rezeptfreies Arzneimittel, das an den komplexen Ursachen und vielfältigen Beschwerden eines Reizmagens mit einer Kombination aus neun verschiedenen Heilpflanzenextrakten ansetzt. Dieses sogenannte Multi-Target-Prinzip ermöglicht ein breites Wirkspektrum: Es beruhigt die Magennerven, reguliert die Bewegungen der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt und schützt gleichzeitig die Magenschleimhaut.

Bei der Behandlung verschiedener, miteinander zusammenhängender Magenbeschwerden kann ein pflanzliches Arzneimittel sogar wirksamer sein als herkömmliche Medikamente.

Prof. Dr. med. Hans-Dieter Allescher, Chefarzt Gastroenterologie in Garmisch-Partenkirchen

Als einziges pflanzliches Arzneimittel ist es in Deutschland deshalb sowohl für die Behandlung von Patienten mit Reizmagen als auch für Reizdarm zugelassen und wird von renommierten Fachgesellschaften zur Behandlung empfohlen. „Funktionelle Magenstörungen äußern sich in der Regel nicht nur in einem Symptom; vielmehr gehen sie mit vielfältigen Symptomen einher. Dabei ist die Anwendung eines so genannten Multi-Target-Präparats sehr sinnvoll: Es beinhaltet verschiedene Wirkmechanismen und setzt an verschiedenen Stellen des Verdauungstrakts gleichzeitig an”, erklärt Prof. Dr. med. Hans-Dieter Allescher. Der Mediziner aus Garmisch-Partenkirchen ergänzt: „Bei der Behandlung verschiedener, miteinander zusammenhängender Magenbeschwerden kann ein pflanzliches Arzneimittel sogar wirksamer sein als herkömmliche Medikamente.”

Vieira selbst war überrascht, wie sehr ihm die Tropfen helfen: „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ein rein pflanzliches Medikament so wirkungsvoll sein kann”, erzählt er. „Seit drei Jahren nehme ich es regelmäßig und habe meine Beschwerden gut im Griff.” Auch beruflich ging es seit dieser Zeit rasch bergauf. Vor knapp einem Jahr schaffte es Vieira schließlich zum Chef de Partie im Hotel Intercontinental. Seitdem bekocht er die rund 270 Angestellten. „Ein toller Job”, erzählt er. „Die Truppe ist supernett, sehr international und offen für Neues, so dass ich viele Gerichte ausprobieren kann.” Mit seinen Königsberger Klopsen und dem ungarischen Gulasch hat er sich längst in die Herzen der Mannschaft gekocht.

Für Weihnachten hat er sich in diesem Jahr freigenommen. Die Festtage will er mit seiner Frau in Luxemburg verbringen. Ganz romantisch, bei Kerzenlicht, Kaminfeuer – und mit einem mehrgängigen Festtagsdinner. Denn das kann er jetzt endlich wieder unbeschwert genießen.