Niemand kann Malaria im
Alleingang besiegen

Am 25. April ist #WeltMalariaTag, und dieses Jahr soll der Kampf zur Ausrottung der Krankheit neu belebt werden. Malaria ist die tödlichste aller vektorübertragenen Krankheiten und bedroht fast die Hälfte der Weltbevölkerung.

Sinead Duffy

Dr. Jacqueline Applegate

Leiterin Vegetable Seeds & Environmental Science bei Bayer

Wenn ich an das vergangene Jahr zurückdenke, bin ich stolz auf das Engagement und den Einfluss von Bayer und anderen führenden Agrarunternehmen im Kampf gegen Malaria. „Malaria ausrotten“ – jedes Mal, wenn ich diese Worte laut ausspreche, halte ich einen Moment lang inne und stelle mir vor, was möglich ist.

Malaria ist die tödlichste aller vektorübertragenen Krankheiten und bedroht fast die Hälfte der Weltbevölkerung. Alle zwei Minuten stirbt in Afrika ein Kind an dieser vermeidbaren Krankheit. Jedes Jahr werden weltweit über 200 Millionen Menschen mit Malaria infiziert, fast eine halbe Million von ihnen sterben an den Folgen der Infektion. Wir müssen jetzt dringender handeln denn je.

Alle zwei Minuten stirbt in Afrika ein Kind an dieser vermeidbaren Krankheit.

Wir sehen unsere Rolle als Gesundheits- und Agrarunternehmen in der Suche nach innovativen Lösungen zur Vorbeugung von vektorübertragenen Krankheiten. Ein Beispiel dafür ist unser kürzlich erschienenes Produkt Fludora® Fusion. Es ist das erste Produkt seiner Art, das für Sprühanwendungen in Innenräumen zwei verschiedene Wirkmechanismen kombiniert. Dadurch ist es äußerst effektiv – auch bei vorhandener Insektizidresistenz.

Zu unseren Aufgaben als Branchenführer gehört es aber auch, über Malaria aufzuklären, Mitstreiter für die Sache zu gewinnen – und vor allem Partnerschaften aufzubauen und zu pflegen, um den Kampf gegen Malaria voranzutreiben. Diesen Kampf kann niemand alleine gewinnen.

Vor nunmehr einem Jahr wurde ZeroX40 ins Leben gerufen. Die globale Initiative wurde von fünf führenden Agrarunternehmen (Bayer, BASF, Mitsui Chemicals, Sumitomo Chemical und Syngenta) unterschrieben. Die Branchenkooperation wird vom Innovative Vector Control Consortium (IVCC) koordiniert und unter anderem durch Fördergelder der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert. Nun erneuern wir unser gemeinsames Bekenntnis zur Ausrottung der Malaria bis 2040.

In diesem Bekenntnis spiegelt sich auch unsere gemeinsame Überzeugung wider, dass die Zusammenarbeit vieler globaler Stakeholder notwendig ist, um Malaria zu besiegen. Das ist möglich – davon sind wir alle fest überzeugt.

Fast 80 Prozent der Malaria-Fälle konnten seit 2000 dank der Vektorkontrolle vermieden werden. 80 Prozent! Trotzdem sind Millionen von Menschen weiterhin in Gefahr.

Beängstigend ist die Tatsache, dass wir einen kritischen Punkt erreicht haben. Wenn wir nicht aufpassen, wird sich der Fortschritt im Kampf gegen Malaria verlangsamen oder sogar umkehren.

In ihrem letzten Weltmalariabericht betont die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass die Anzahl der Todesfälle durch Malaria in den letzten Jahren nahezu unverändert geblieben und der Fortschritt damit zum Stillstand gekommen ist.

Unser Engagement darf jetzt nicht nachlassen

Warum? Hier gibt es diverse Einflussfaktoren, doch eine große Rolle spielen vor allem die Insektizidresistenz (wodurch die Wirksamkeit der derzeit verfügbaren Mittel eingeschränkt wird) und das Verhalten der Mücken (was völlig neue Ansätze erfordert).

Wenn wir mit den vorhandenen Mittel zur Vektorkontrolle erfolgreich sein wollen, dürfen unser Einsatz und unser Engagement jetzt nicht nachlassen; wir müssen sogar mehr tun. Aber wir müssen unsere Mittel im Kampf gegen Malaria zugleich auch erweitern, um diese Krankheit am Ende besiegen zu können. Das bedeutet: Wir brauchen das gemeinsame Engagement aller Partner – unter anderem bei der Finanzierung, der Produktinnovation, der Entwicklung neuer Finanzierungs- und Verteilungsmodelle sowie bei der Einbindung anderer Bereiche neben dem der Gesundheit.

Weitere Herausforderungen für unser Unterfangen liegen in der Einsatzbereitschaft und Dynamik, in der Abhängigkeit von globalen Finanzmitteln und im demografischen Wandel – sowie schlicht darin, dass Malaria eine vorwiegend in ländlichen Gebieten vorkommende Krankheit ist. Die Menschen in städtischen Gebieten glauben daher fälschlicherweise oft, dass die Krankheit sie nicht erreicht. Deshalb ist es wichtiger denn je, ein Bewusstsein für Malaria zu schaffen und Informationen über die Krankheit zu verbreiten.

Was können Sie selbst tun? Informieren Sie sich und machen Sie mit. Wie die meisten großen Herausforderungen der Welt kann auch diese nicht im Alleingang bewältigt werden – weder von einer Person noch von einem Unternehmen oder von einer Branche. Es braucht Wissenschaftler, Technologie, Datenanalysten, globale Kommunikatoren, Unternehmer, MINT-Experten und kreatives Problemlösen, Regierungen und NGOs – es braucht uns alle, um dem Kampf zur Ausrottung der Malaria den nötigen Schwung zu verleihen. Wir brauchen neue Ideen, an die noch niemand zuvor gedacht hat.

Was also sind Ihre Ideen?

Weitere Informationen zur Vektorkontrolle und zum Kampf gegen Malaria finden Sie unter www.vectorcontrol.bayer.com. Folgen Sie uns @BayerMalaria, @Bayer4Crops oder diskutieren Sie mit #WeltMalariaTag.