• Hunde sicher im Einsatz

    Charlotte Soyland ist Tierärztin und weiß, was die Minensuch-Hunde beim Einsatz im freien Feld vor Parasitenbefall schützt.

Kambodscha gleicht einem gigantischen Trümmerfeld. Nach jahrzehntelangen bewaffneten Konflikten stecken bis heute drei bis fünf Millionen Sprengstoffkörper im Boden. Sie aufzuspüren ist Aufgabe von intelligenten Spürhunden. Bayer hilft dabei, dass die Tiere ihren lebenswichtigen Job machen können.

Es gab Momente, in denen hat sie sich in ihrem Hotelzimmer eingeschlossen und einfach nur geweint: „Die Situation in Kambodscha hat mich schockiert“, erzählt Charlotte Soyland. „Ich kam dort an und sah, was der Krieg in diesem Land angerichtet hat.“ Sie stand vor Minenfeldern, die sich bis zum Horizont erstreckten. Sie sah Kinder mit amputierten Beinen, Männer in Rollstühlen, Menschen in Armut. „Vor allem die Kinder taten mir so leid“, erzählt sie. „Sie sind bis heute Opfer eines Konflikts, mit dem sie nichts zu tun haben.“

Charlotte Soyland ist Veterinärmedizinerin. Seit drei Jahren arbeitet die 45-Jährige als Beraterin für die Hilfsorganisation „Norwegian People's Aid“ (NPA), die in vielen Ländern der Welt Minenfelder räumt. Dabei werden speziell ausgebildete Suchhunde eingesetzt. Die Tiere haben einen hochsensiblen Geruchssinn und spüren selbst Minen auf, die bis zu sechs Meter unter der Erde liegen. „Alle Tiere sind spezielle Züchtungen und durchlaufen vor ihrem ersten Einsatz ein zweijähriges Trainingsprogramm in Bosnien“, erklärt Soyland. „Nur die besten Hunde aus diesem Trainingprogramm setzen wir für die Minensuche ein.“

800 Quadratmeter Land können die Vierbeiner pro Tag absuchen – vier mal so viel wie ein Mensch mit Metalldetektor. „Die Methode ist effektiv und sicher“, sagt Soyland. „Keines unserer Tiere ist je bei einem Einsatz verletzt worden, obwohl sie schon mehr als 78 Millionen Quadratmeter Land geräumt haben.“ Und trotzdem: Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Die Hunde retten Menschenleben, aber für sie selbst ist die veterinärmedizinische Versorgung alles andere als gut. „Es gibt kaum Arzneimittel für die Tiere, die Ausrüstung ist entweder beschädigt oder fehlt ganz und gut ausgebildetes Fachpersonal gibt es einfach nicht. Als ich zum ersten Mal vor Ort war, wusste ich gar nicht, wo ich überhaupt anfangen sollte“, berichtet Soyland.

Charlotte Soyland arbeitet für die Hilfsorganisation „Norwegian People's Aid“.

Die Norwegerin hat es getan: Sie hat Tiermediziner ausgebildet, die sich um die NPA-Hunde kümmern, und eine rollende Tierklinik in einem Container eingerichtet. Dann nahm sie Kontakt zu Bayer auf: „Unsere Hunde müssen beim Einsatz im freien Feld optimal gegen Parasitenbefall geschützt sein“, erzählt sie. „Als erfahrene Tierärztin weiß ich, dass die Floh- und Zeckenhalsbänder von Bayer Insekten zuverlässig abwehren und lang anhaltenden Schutz bieten.“

Das Unternehmen spendete sofort genügend Halsbänder für die NPA-Hunde. „Damit konnten wir unseren Tieren helfen“, sagt Soyland. „Denn die Stiche und Bisse von Parasiten schwächen sie nicht nur, sie können auch lebensgefährliche Krankheiten übertragen.“

Corinna Groß

Bayer-Produkte gegen Ecto-Parasiten wehren diese Schädlinge umgehend ab, sobald sie Kontakt mit dem Fell des behandelten Tieres haben.

Markus Edingloh, Leiter von Veterinary Scientific Excellence bei Bayer Animal Health

Die Bayer-Forscher haben ein Abwehrmittel entwickelt, das zuverlässig schützt. Es tötet die Schädlinge bei Kontakt mit dem Wirt und hindert sie an einem Biss oder Stich: „Da die Bayer-Präparate Schädlinge bei Kontakt mit dem Wirt gleichzeitig abwehren und töten, können diese auch kein anderes Tier mehr infizieren“, erklärt Dr. Markus Edingloh, Leiter Global Veterinary Scientific Affairs bei Bayer Animal Health.

Die Floh- und Zeckenbänder schützen die Hunde beim Einsatz im freien Feld vor Parasitenbefall.

Was sind Canine Vector-borne Diseases (CVBDs)?

Parasitenarten wie Moskitos, Sandfliegen, Flöhe und Zecken gehören zu den sogenannten Ektoparasiten, den Außenparasiten: Sie lassen sich auf der Außenhaut eines Wirtes nieder und beißen oder stechen ihn, um sich zu ernähren. Dabei können sie gefährliche Krankheiten übertragen. In diesem Fall werden sie zu einem sogenannten Vektor: zu einem Krankheitsüberträger. Wenn solche Vektoren Hunde infizieren, werden solche Krankheiten als „Canine Vector-borne Diseases“ (CVBDs) bezeichnet.

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CVBDs breiten sich derzeit weltweit aus und stellen eine wachsende Herausforderung für Veterinärmediziner und Tierhalter dar. In vielen Fällen sind die Symptome der Krankheiten sehr unspezifisch. Bayer Animal Health empfiehlt Abwehrprodukte, die aktiv auf der Hautoberfläche der Tiere wirken und einem Biss zuvorkommen.

Derzeit können nur wenige Wirkstoffe Parasiten effektiv abwehren. Dazu gehören die sogenannten Pyrethroide. Gelangen sie an einer Stelle auf die Haut, dringen sie in die äußere Lipidschicht ein und breiten sich auf dem gesamten Körper des Tieres aus. „Das Floh- und Zeckenhalsband von Bayer nutzt diesen Effekt und schützt das Tier gleich für die gesamte Saison“, erklärt Dr. Markus Edingloh. „Denn das Halsband gibt stetig eine geringe Menge des Wirkstoffs ab.“ Sobald das Wirkstofflevel auf der Tierhaut sinke, gebe das Halsband wieder frischen Wirkstoff ab.

Für Soyland sind die Halsbänder eine enorme Hilfe: „Mit den Halsbändern bleiben unsere Tiere gesund und können ein bis zwei Jahre länger in den Minenfeldern arbeiten“, sagt sie. „So können wir noch mehr Menschenleben retten.“ Weitere acht Jahre wird es dauern, bis die Kinder von Kambodscha endlich überall sicher spielen können. 2025 soll keine Landmine mehr im Boden stecken.