Diabetes-Hund beschützt den kleinen Liam

 

Wenn Liams Blutzucker-Spiegel zu sehr abfällt, wird es für ihn mitunter lebensgefährlich. Denn er leidet unter Diabetes. Aber er hat auch Mojo – einen Diabetes-Warnhund. Der Vierbeiner übernimmt eine wichtige Aufgabe. Und deshalb wird er auch bestmöglich beschützt.

Manche Schutzengel haben keine Flügel. Sie haben vier Pfoten und eine feuchte Nase. Mojo tapst hinter Liam her und schnüffelt mal hier und mal da. Wenn es darauf ankommt, ist Mojos Nase aber genau da, wo sie hingehört: dicht bei Liam. Mojo ist Liams bester Freund und sein Beschützer. Der gelbe Labrador-Retriever begleitet Liam den ganzen Tag lang. Jeden Tag. Und abends schläft er neben ihm ein.

Liam ist neun Jahre alt und hat Diabetes-Typ-1. Anfangs lebte seine Familie mit der Angst, Liam könnte in Folge einer Unterzuckerung in ein lebensgefährliches Koma fallen – zum Beispiel nachts, wenn alle schlafen und es womöglich keiner merkt. Ein furchtbarer Gedanke war das. Dann kam Mojo.

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Mojo ist ein Hund mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Er ist ein Diabetes-Warnhund. Er riecht zu hohen oder niedrigen Blutzucker und schlägt dann Alarm. Dann weiß Liam, dass er seinen Blutzucker testen muss. Das macht den Labrador-Retriever nicht nur zu einem treuen Freund, sondern auch zu einem lebensrettenden Begleiter. „Mit Mojo an seiner Seite kann Liam schlafen, ohne dass wir Angst haben müssen, dass sein Zucker zu sehr absinkt und er in ein Koma fällt", sagt Mutter Sofia Sundström.

Die Schwedin erinnert sich noch genau an den Tag, an dem sie zum ersten Mal bemerkte, dass mit ihrem Sohn etwas nicht stimmte. „Es war ein Freitagabend, als die Symptome zum ersten Mal deutlich wurden. Liam wachte auf, seine Windel war durchnässt. Er hatte Durst und trank ein großes Glas Wasser. Kurze Zeit später war die Windel wieder nass und schwer.“

Sie war irritiert und las im Internet nach. Schnell hatte sie eine Vermutung, was es sein könnte. Sie und ihr Mann beschlossen, mit ihrem Sohn zum Arzt zu fahren. Sie hofften, der Arzt würde sie beruhigen und sagen, dass alles in Ordnung sei und keine Gefahr bestehe. Aber nachdem er Liams Blutzucker gemessen hatte, schickte er Mutter und Kind mit dem Krankenwagen direkt in die Klinik.

Sundström war verzweifelt. „Ich konnte nicht begreifen, dass mein Baby niemals mehr gesund werden würde. Ich fühlte mich machtlos.“ Die nächsten zwei Wochen verbrachte sie mit ihrem 2-jährigen Sohn im Krankenhaus. Sie lernte mehr über die Krankheit – und darüber, wie sie das Leben der Familie für immer verändern würde.

Diabetes ist bisher nicht heilbar. Bei Typ-I-Diabetes hat das körpereigene Immunsystem die für die Insulinproduktion verantwortlichen Zellen komplett zerstört. Liam muss deshalb sein ganzes Leben lang Insulin spritzen. Blutzucker misst er mehrmals täglich – bis zu elfmal am Tag.

Über Diabetes

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) leben 422 Millionen Menschen weltweit mit der Diagnose Diabetes.

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder gar kein Insulin produziert. Der Körper braucht jedoch Insulin, denn nur so kann er den in der Nahrung vorhandenen Zucker (Glukose) als Energielieferant aus der Blutbahn aufnehmen und verwerten. Dazu muss der Körper die Kohlenhydrate aus der Nahrung allerdings erst einmal im Darm-Trakt in kleine Glukoseteilchen zerlegen. Nur in dieser Form gelangen sie ins Blut. Von dort werden sie in die Zellen geschleust – und genau dabei spielt Insulin eine wichtige Rolle. Wird die Glukoseaufnahme der Zellen durch mangelnde oder verminderte Insulinwirkung gestört, kommt es zu einem dauerhaften Anstieg der Zuckerwerte im Blut – Diabetes entsteht, genauer: Diabetes mellitus.

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Man unterscheidet zwei verschiedene Diabetes-Formen. Beim Typ-1-Diabetes kann der Organismus kein eigenes Insulin bilden; es muss von außen zugeführt werden. Wesentlich häufiger ist der Typ-2-Diabetes, an der in den westlichen Industrieländern rund 90 Prozent der Diabetiker leiden. Neben einer erblichen Veranlagung zählen vor allem Lebensweise, Bewegungsmangel, fettreiche Ernährung und Übergewicht zu den Ursachen.

Mojo schenkt Liam Sicherheit und ein Stück Unabhängigkeit und Freiheit. Das ist besonders. Nicht jeder Hund kann lernen, Diabetiker vor einem lebensbedrohlichen Ereignis zu warnen. Entweder hat ein Hund diese Fähigkeit oder nicht. Warnhunde lernen, Initiative zu ergreifen und auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Mojo lebt seit Jahren mit seiner Familie zusammen und hat die Ausbildung zum Begleithund 2018 mit Unterstützung von Bayer abgeschlossen.

„Mojo ist für uns sehr wertvoll“, sagt Sundström. Aber auch ein Hund wie Mojo kann seine wichtige Arbeit nur dann optimal verrichten, wenn auch er vorbeugend vor Gefahren beschützt wird und rundum gesund ist. Dazu zählt auch der Schutz vor Ungeziefer. „Um Mojo vor Flöhen und Zecken zu schützen und auch vor Krankheiten, die sie übertragen können, verwenden wir das SerestoTM-Halsband. Es gibt uns die Gewissheit, dass Mojo über Monate geschützt ist, wohin er und Liam auch gehen.“

Es wird nur so viel von den Wirkstoffen an den Hund abgegeben, wie zum wirksamen Schutz vor Zecken und Flöhen benötigt wird.

„In der besonderen Struktur des modernen Halsbandes, der so genannten Polymermatrix, sind die Wirkstoffe Imidacloprid gegen Flöhe und Haarlinge und Flumethrin gegen Zecken eingelagert“, erklärt Dr. Markus Edingloh, Head of Global Veterinary Scientific Affairs bei Bayer Animal Health. „Sobald das SerestoTM-Halsband angelegt wird, werden die Wirkstoffe – unterstützt durch hautverträgliche, neutrale Öle – kontinuierlich in geringen und gut verträglichen Mengen an den natürlichen Fettfilm von Haut und Haaren des Hundes abgegeben.“

Von hier aus verteilen sich die Wirkstoffe innerhalb von 48 Stunden kontinuierlich über die gesamte Hautoberfläche des Tieres. Die Parasiten werden wirksam abgetötet und Zecken sogar schon abgewehrt, bevor sie stechen und Krankheiten übertragen können. Außerdem ist der Hund bis zu acht Monate indirekt gegen bestimmte Krankheitserreger geschützt, die von Zecken übertragen werden.

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Für Familien mit Kindern besonders wichtig: „Es wird nur so viel von den Wirkstoffen an den Hund abgegeben, wie zum wirksamen Schutz vor Zecken und Flöhen benötigt wird. Dem Streicheln und Knuddeln steht also nichts im Wege.“ Liam krault Mojo gerne am Kopf, seine Finger gleiten durch das kurze und glatte Fell. Die beiden sind ein gutes Team, das die Schwierigkeiten eines Lebens mit Diabetes gut meistert – und sich auf eine sichere und glückliche Zukunft freut.