• Einmal um die Welt

    Klick – das Selfie schickt Daniel Saloma direkt nach Hause zu seinen Eltern nach Mexiko. Er macht gerade Urlaub bei seiner Bayer-Gastfamilie in Deutschland.

Weiß-blaue Deko, bayrisches Essen, Blaskapellen und volle Bierkrüge: Für Daniel Saloma ist das Würzburger Oktoberfest eine ganz neue Welt. Der junge Mexikaner ist zum ersten Mal in Deutschland – ermöglicht wurde die Fernreise durch den Bayer Youth Exchange (B.Y.E.).

Das Oktoberfest hat mich echt umgehauen“, erzählt Daniel Saloma. „Auf das deutsche Brauchtum hatte ich mich so gefreut – und plötzlich war ich mittendrin.“ Die Würzburger Kirmes, ähnlich dem weltberühmten Münchener Oktoberfest, war für den Mexikaner wie ein Ausflug auf einen anderen Planeten, voller bunter Wunder und verrückter Gestalten. „Ein einzigartiges Erlebnis. Ich bin wirklich dankbar, dass ich das auf meiner Reise mitnehmen konnte.“

Es ist die erste Auslandsreise überhaupt für den 21-Jährigen. Und die führt ihn gleich quer durch Europa nach Frankreich und Deutschland – ein Abenteuer für den angehenden Medizinstudenten aus Mexiko City. „Für mich ist damit ein Traum wahr geworden“, erzählt er. „So eine teure Fernreise hätte ich mir eigentlich gar nicht leisten können – und meine Eltern wollten mich eigentlich auch gar nicht allein verreisen lassen.“

Eigentlich: Wenn seine Tante nicht bei Bayer arbeiten würde. Denn als weltweit tätiges Unternehmen mit Gesellschaften in fast allen Ländern der Welt hat der Konzern einen firmeninternen Jugendaustausch eingerichtet: den Bayer Youth Exchange (B.Y.E.). Über die internationale Plattform können Bayer-Mitarbeiter nach Gastfamilien für ihre Kinder im Ausland suchen oder sich selbst als Gastgeber registrieren lassen.

Bayer möchte mit dem Angebot nicht nur den Zusammenhalt und das Wir-Gefühl bei seinen Mitarbeitern rund um den Globus stärken, sondern denkt dabei auch an die Zukunft des Unternehmens: „Bayer ist ein internationales Unternehmen“, sagt Vera Hahn, Leiterin Regionale Koordinierung bei Bayer und B.Y.E.-Sponsorin. „Wir arbeiten immer häufiger mit Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen und suchen deshalb Mitarbeiter, die den vielen Kulturen im Unternehmen offen und neugierig gegenüberstehen.“

Das Austauschprogramm fördere Flexibilität im Umgang mit Menschen sowie eine offene Einstellung zu anderen Denkweisen und Lösungsansätzen. „Das kann für eine gute Zusammenarbeit in internationalen Teams ausschlaggebend sein“, sagt Hahn. „Und die Kinder unserer Bayer-Mitarbeiter treten in wenigen Jahren selbst in den Arbeitsmarkt ein – dann könnten sie genau diejenigen Angestellten sein, die das Unternehmen sucht.“

Vera Hahn, Leiterin Regionale Koordinierung bei Bayer und Spnsorin des B.Y.E., über den Erfolg und die Ziele des firmeninternen Austauschprogramms.

Der B.Y.E. – ein internes Austauschprogramm

Wie ist das Austauschprogramm bei den Mitarbeitern angekommen?
„Sehr gut. Mittlerweile gehören sehr viele Mitarbeiter überall auf der Welt zu dem Netzwerk. Die meisten sehen darin eine tolle Chance für ihre Kinder, für einige Wochen bei einer Gastfamilie im Ausland zu leben. Die Jugendlichen können eine andere Kultur kennenlernen – und werden offener für unterschiedliche Lebensweisen. Darüber hinaus können sie auch noch ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern."

Lesen Sie hier das vollständige Interview!

Warum nutzen die Mitarbeiter ausgerechnet ein firmeninternes Programm?
„Anhand des Feedbacks wissen wir: Die Mitarbeiter schätzen es, dass die Gasteltern beim B.Y.E. keine vollkommen fremden Menschen sind – sondern Kollegen aus der großen ,Bayer-Familie'. Eltern berichteten, dass es ihnen deswegen leichter fällt, ihre Kinder ins Ausland zu schicken: Sie wissen, dass sie dort in guten Händen sind. Und die Bayer-Gastfamilien haben wirklich Freude daran, die Kinder bei sich aufzunehmen. Ein weiteres Argument für den B.Y.E. ist, dass Bayer weltweit in sehr vielen Ländern vertreten ist. Somit stehen viele Nationen und Kulturen zur Auswahl."

Warum richtet sich das Programm gezielt an junge Menschen?
„Als internationaler Konzern ermutigt Bayer seine Mitarbeiter stets dazu, Funktionen im Ausland zu übernehmen, ihre Karriere voranzutreiben und ihren Horizont zu erweitern. Und wenn Menschen schon früh damit anfangen, eignen sie sich eine gewisse Weltoffenheit an. Später fallen ihnen solche Schritte oft leichter. Es ist also wichtig, diese Erfahrungen schon frühzeitig zu machen und offener gegenüber unterschiedlichen Kulturen, anderen Religionen und Lebensarten zu werden. Diese Offenheit behält man in der Regel sein Leben lang."

Kann man das heutzutage nicht auch übers Internet erreichen?
„Der Austausch über soziale Medien im Internet ersetzt keineswegs die Erlebnisse einer Auslandsreise. Zeit in einem anderen Land zu verbringen, in eine andere Kultur einzutauchen und vor Ort zu entdecken, wie die Menschen leben und warum sie so denken, wie sie denken – das können weder der Computer noch das Smartphone leisten."

Daniel Saloma hat über die Plattform Ulrike Eyrich und Michael Schollmeier kennengelernt – und ist in der Gemeinde Bischbrunn gelandet, auf halber Strecke zwischen Frankfurt und Würzburg. Die beiden Bayer-Mitarbeiter haben einen gemeinsamen Sohn, der vor drei Jahren über den B.Y.E. in die USA gereist ist. Damals entdeckten sie die Plattform und waren sofort begeistert von dem Konzept: „Dass unser Sohn in den USA bei einer Kollegin untergebracht war, hat mich sehr beruhigt“, erzählt Ulrike Eyrich. „Zu Kollegen hat man sofort eine gewisse Vertrauensbasis und so konnte ich ihn guten Gewissens verreisen lassen.“

Corinna Groß

Wir lernen viele unterschiedliche Kulturen kennen und können unseren Gästen gleichzeitig unsere eigene Lebensweise näherbringen.

Michael Schollmeier, Global Regulatory Manager Fungicides, Bayer AG

Die beiden haben seitdem auch jedes Jahr selbst einen Gast aufgenommen, mal aus Polen, mal aus Paraguay, jetzt aus Mexiko. „Und es war jedes Mal eine tolle Erfahrung“, sagt Michael Schollmeier. „Wir lernen viele unterschiedliche Kulturen kennen und können unseren Gästen gleichzeitig unsere eigene Lebensweise und Kultur näherbringen.“ Aus den Begegnungen haben sich längst Freundschaften entwickelt – mit Gegenbesuchen und regelmäßigem Kontakt.

Auch Daniel möchte seine neuen deutschen Freunde bald wiedersehen. Wie immer haben sich Michael Schollmeier und Ulrike Eyrich viel Mühe gegeben und ein richtiges Programm organisiert – mit etlichen Ausflügen und einer Besichtigung der berühmten Würzburger Residenz, die sie mittlerweile schon einige Male mitgemacht haben. Abends gibt es Hackfleischsoße mit Nudeln, morgens Müsli, Obst, Wurst- und Käsebrötchen. „Wir möchten möglichst authentisch vermitteln, wie es in Deutschland im Alltag so zugeht“, sagt Ulrike Eyrich. Weil Daniel Medizin studiert, hat die Chemielaborantin mit ihm sogar die Röntgen-Gedächtnisstätte in Würzburg, den Entdeckungsort der nach Wilhelm Conrad Röntgen benannten Strahlung, besucht. „Das war auch toll“, sagt Daniel. „Sehr interessant.“ Aber es geht eben nichts über die deutsche Kirmes...