• Damit Senioren aktiv bleiben

    Der 85-jährige Henry Cohen zieht jeden Tag eine Bahn nach der anderen durch den Pool.

Die Gruppe der fitten und aktiven Rentner wächst. Gründe sind vor allem ein gesünderer Lebenswandel und bessere medizinische Behandlungsmöglichkeiten. Doch die steigende Zahl älterer Menschen stellt die Forschung auch vor neue Herausforderungen.

Vom Alter lässt sich Henry Cohen schon mal gar nichts vorschreiben. Erst recht nicht sein Sportpensum. Drei Stunden schwimmt er täglich, und das mit 85. Jeden Morgen um kurz vor sechs rückt er seine Schwimmbrille zurecht, setzt die Badekappe auf und lässt sich in den Pool gleiten. Schweigend zieht er dann eine Bahn nach der anderen. Meter für Meter, Stunde um Stunde. „Beim Training kann ich abschalten, es entspannt mich total“, erzählt er. „Und ich glaube, dass ich nur deshalb trotz meines Alters noch so fit bin.“

Henry Cohen lebt in Delray Beach, einer Seniorenwohngemeinde in Florida. Und mit seinen 85 Jahren würde er so manchen 40-Jährigen im Schwimmbecken locker hinter sich lassen. Dass er dazu auch regelmäßig Gewichte hebt, Rennrad fährt und bowlen geht, merkt man spätestens beim ersten kräftigen Händedruck.

Der pensionierte Optiker zählt damit zu einer Gruppe Menschen, die schon seit Jahren wächst: den fitten und aktiven Senioren über 65. Weltweit steigt die Lebenserwartung immer weiter an, vor allem in den Industrienationen. Dort liegt sie mittlerweile bei mehr als 80 Jahren.

Die Gründe für diese Entwicklung sind nicht zuletzt ein gesünderer Lebenswandel und bessere medizinische Behandlungsmöglichkeiten. Doch aus diesem positiven Trend ergeben sich auch neue Herausforderungen für die Forschung. „Denn mit steigender Lebenserwartung nimmt das Risiko für viele, häufig auch chronische Krankheiten zu“, sagt Bayer-Vorstandsmitglied Dieter Weinand, Leiter der Division Pharmaceuticals. „Wir suchen deshalb stets nach neuen hochspezifischen Therapieansätzen, um den Patienten in Zukunft noch besser helfen zu können.“

Zu den typischen Alterskrankheiten zählen unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt, aber auch Augenleiden und Krebs. Auf all diesen Gebieten forschen Bayer-Wissenschaftler intensiv an neuen Therapieformen, entwickeln unter anderem Medikamente zur besseren Behandlung von Krankheiten wie Herzinsuffizienz, Makula-Degeneration, Prostata- und Lungenkrebs.

Auch Henry Cohen hat so seine „Zipperlein“, wie er es nennt: Die Gelenke schmerzen, die Knie knirschen und seit seiner OP gegen den Grauen Star nimmt er Tropfen zur Tränenstimulanz. „Das sind halt so die Begleiterscheinungen des Alters“, sagt er und macht dann ein Witzchen über seine Knieprobleme. Er lässt es gern so aussehen, als wäre das alles kein Thema für ihn, doch wie ernst er seine Gesundheit tatsächlich nimmt, macht allein schon seine ausgewogene Ernährung deutlich. „Unser Essen trägt viel zum allgemeinen Wohlbefinden bei“, sagt er. „Bei uns in der Wohngemeinde gibt es regelmäßig Infoabende zu diesem Thema.“

Bei den Infoabenden erklären Ernährungsberater und Gesundheitsexperten den Senioren, wie sich die Risikofaktoren für bestimmte Alterskrankheiten deutlich senken lassen und wie sie solche Krankheiten zum Teil selbst behandeln können. Organisiert werden die Treffen von Nora Gerson. Die 79-Jährige lebt ebenfalls in der Seniorenwohngemeinde in Delray Beach und auch sie achtet sehr auf eine gesunde Lebensweise. „Viele meiner Bekannten und Nachbarn leiden unter Bluthochdruck oder erhöhten Cholesterinwerten“, erzählt sie. „Dabei kann man das so einfach vermeiden – mit der richtigen Ernährung und ausreichend Bewegung.“ Obwohl Nora Gerson an Osteoporose und leichter Arthritis leidet, gibt sie Yoga-Kurse für die Senioren und kommt dabei mit ihrer Nasenspitze immer noch bis ans Knie.

Henry Cohen, Nora Gerson und Marilyn Williams treiben regelmäßig Sport.

Bayer hilft Senioren wie Nora Gerson und Henry Cohen dabei, trotz ihres hohen Alters weiterhin aktiv zu bleiben: Das Unternehmen bietet eine breite Palette an frei verkäuflichen Medikamenten an, zu denen unter anderem Schmerzmittel und Augentropfen, aber auch Arzneien gegen Magen-Darm-Erkrankungen und Haarausfall gehören. Weltweit ist das Unternehmen der zweitgrößte Anbieter von rezeptfreien Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln und im größten OTC (Over-The-Counter)-Markt, den USA, sogar die Nummer eins.

Erica Mann

Immer häufiger wählen Patienten ihre Arzneimittel selbst aus, um Alltagsbeschwerden zu behandeln.

Erica Mann, Leiterin der Division Consumer Health

Damit dominiert Bayer einen globalen Wachstumsmarkt. Denn: „Immer häufiger wählen Patienten ihre Arzneimittel selbst aus, um Alltagsbeschwerden zu behandeln”, sagt Bayer-Vorstandsmitglied Erica Mann, Leiterin der Division Consumer Health und Vorsitzende der World Self-Medication Industry (WSMI). „Sie können gesund und produktiv bleiben, indem sie eine Erkältung, Kopfschmerzen oder andere leichte Erkrankungen einfach selbst behandeln.“

Jede Sekunde

feiern zwei Menschen ihren 60. Geburtstag

Auch Henry Cohen greift zu rezeptfreien Schmerzmitteln. Nur so kann er trotz Arthritis seine ausgedehnten Spaziergänge mit Stella machen. Der Irish Soft Coated Wheaten Terrier ist für ihn mehr als nur ein Haustier: Stella ist sein bester Freund, ein treuer Kamerad, der immer an seiner Seite weilt. „Sie ist so intelligent und verspielt – und sie vertraut mir.“ Mit Stella hat der Vater von vier erwachsenen Söhnen wieder Verantwortung für ein Lebewesen übernommen und damit eine neue Aufgabe im Leben. „Es macht mir Spaß, mich um sie zu kümmern und mit ihr zu toben.“ Und auf ihren gemeinsamen Spaziergängen treffen sie immer viele Menschen. „Mit ihr an meiner Seite komme ich viel leichter mit anderen Leuten ins Gespräch“, erzählt Henry Cohen. „Sie liefert meistens den Aufhänger für die Unterhaltung.“

Bayer-Kindertagesstätte

Henry Cohen und sein Irish Soft Coated Wheaten Terrier Stella

Gesund mit Hund

Viele aktuelle Studien weisen darauf hin, dass sich Haustiere positiv auf die Gesundheit älterer Menschen auswirken, und zwar ebenso auf die körperliche Fitness wie auf die Psyche. Zu diesem Ergebnis kommt unter anderem eine Studie der International Federation on Ageing (IFA) in Toronto, Kanada.

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„Haustiere können depressiven Stimmungen, Angstgefühlen und hohem Blutdruck entgegenwirken“, sagt Dr. Jane Barratt, Secretary General der IFA. „Und ihre Besitzer haben häufig ein höheres Selbstwertgefühl, sind zufriedener und besser gelaunt.“ Grund dafür sei die vermehrte Produktion bestimmter entspannender Botenstoffe im Körper. Die positiven gesundheitlichen Effekte der Haustierhaltung sind vor allem für Hunde und Katzen nachgewiesen. So haben Studien gezeigt, dass Hundebesitzer bei den Spaziergängen mit ihrem Tier häufiger mit anderen Menschen in Kontakt kommen und im Alter deshalb seltener zu Vereinsamung und Depressionen neigen. Darüber hinaus beugt die tägliche Bewegung vielen Krankheiten vor: Sie senkt nachweislich das Risiko für viele typische Alterskrankheiten wie Diabetes und chronische Bronchitis.

Dabei kann sich Henry Cohen über Einsamkeit nicht beklagen: Seit er vor einigen Jahren seine Lebensgefährtin Lorraine kennengelernt hat, macht er sich höchstens Gedanken um seine sportliche Figur: „Seit ich sie kenne, bin ich nicht mehr ganz so in Form.“ Er grinst und reibt sich über den Bauch. „Sie ist schuld, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Wampe habe.“ Aber es habe ihn nun mal erwischt. Liebe sei eben keine Frage des Alters.